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Was sind die Orientierungsgrößen der Basis-Finanzanalyse nach DIN 77230?

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Die Finanzanalyse nach DIN 77230 beinhaltet bestimmte "Orientierungsgrößen" für die Ermittlung der Analyseergebnisse. Dabei ist zu beachten, dass die unterschiedlichen Orientierungsgrößen auch unterschiedlichen Bedarfsstufen (Bedarfsstufe 1 - 3) zugeordnet werden.

Die Orientierungsgrößen unterscheiden sich wie folgt: 

  • Mindestsollwert (Bedarfsstufe 1)
  • Sollwert (Bedarfsstufe 2)
  • Zielwert (Bedarfsstufe 3)
  • Schwellenwert (Bedarfsstufe 2, nur bei Finanzierungen) 


Mindestsollwert:

Der Mindestsollwert ist die in der Bedarfsstufe 1 anzuwendende Orientierungsgröße:
Manche Finanzthemen kommen sowohl in der Bedarfsstufe 1 als auch in der Bedarfsstufe 2 vor, etwa alle Themen, deren Bezugsgröße das Einkommen ist (Arbeitskraftverlust, Altersvorsorge etc.) Die jeweilige "Orientierungsgröße" - also sozusagen der "Richtwert" für eine angemessene Sicherung - kann in den Bedarfsstufen unterschiedlich sein.

Zu Unterscheidung verwenden wir nur im Zusammenhang mit der Bedarfsstufe 1 den Begriff "Mindestsollwert" zur Bezeichnung der Orientierungsgröße; im Kontext der Bedarfsstufe 2 heißt die Orientierungsgröße "Sollwert". 

Sollwert:

Der "Sollwert" ist dem "Mindestsollwert" benachbart; er ist die Orientierungsgröße aus der Bedarfsstufe 2 (im Gegensatz zum Mindestsollwert, der im Zusammenhang mit der Bedarfsstufe 1 vorkommt) und bezeichnet in diesem Kontext die Summenvorgabe für ein Finanzthema. 

Zielwert:

Im Gegensatz zum "Mindestsollwert" der Bedarfsstufe 1 und dem "Sollwert" aus Bedarfsstufe 2 liegt dem Zielwert keine feste Vorgabe aus den Richtlinien der Analyse zugrunde. Er bezieht sich ausschließlich auf die Bedarfsstufe 3 und kann von Ihnen frei bestimmt werden. Als Anwendungsfall hierfür kommen zum Beispiel Sparziele für Anschaffungen in Frage.

Schwellenwert:

Ein Schwellenwert beschreibt eine betrags- oder anteilsförmige Grenze, derenUnter- oder Überschreitung bestimmte Maßnamen oder Festlegungen nach sich zieht. So beträgt etwa der Schwellenwert für das Finanzthema "Schuldenrisiko aus Dispositions- oder Konsumentenkrediten" das 10-fache des monatlichen Nettogesamteinkommens Ihres Haushaltes. Wird der Schwellenwert unterschritten, gilt der Haushalt als potenziell überschuldet. 

In der Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte nach DIN 77230 werden unter anderem auch bestimmte Rahmenparamter eingesetzt, die ebenfalls bei der Festlegung der Orientierungsgrößen eine große Rolle spielen. Wichtige Informationen zu den Rahmenparametern finden Sie hier


Hinweis:
 Alle relevanten Rahmenparameter finden Sie direkt in der Finanzanalyse über den Bereich "Analyse" > Rahmenparameter

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