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Wie wird der gesetzliche Anspruch auf Krankentagegeld berechnet?

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Der Anspruch auf gesetzliches Krankengeld ist gem. § 47 SGB V auf 70% des krankenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens, höchstens jedoch 90% des Nettoeinkommens (Auszahlungsbetrag) beschränkt. Der jeweils niedrigere Betrag wird als Berechnungsgrundlage für das Krankengeld herangezogen.

Zur Ermittlung der SV-pflichtigen Abzüge Ihres Kunden sind 80% des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens zu berücksichtigen (§ 192 Abs. 1 Nr. 2 SGB V, § 166 Abs. 1 Nr. 2 SGB VI, § 345 Nr. 5 SGB III). Der Krankengeld-Empfänger zahlt dabei nur die Beitragsanteile bezogen auf das Brutto-Krankengeld. Die i.d.R. höhere Differenz zahlt die Krankenkasse (§347 Nr. 5 SGB III, § 170 Abs. 1 Nr. 2a SGB VI, § 59 Abs. 2 SGB XII).

Hinweis: In der FinanzPlaner-Software können Sie die gesetzlichen Grundlagen und Berechnungsmethoden im Krankentagegeld-Rechner direkt einsehen.

Beispiel:

Bruttoeinkommen: 3.500,00 €
Krankenversicherung: pflichtversichert; Zusatzbeitrag 1,0%
Nettoeinkommen: 2.127,45 €
   

Anspruch auf Krankengeld (Brutto) monatlich:

 

1.914,71 € (90% vom Netto) Berechnungsgrundlage!

2.450,00 € (70% vom Brutto)

- SV-Abgaben:   ________________________    236,94 ___________________________
= Netto-Krankengeld nach SV-Abgaben 1.677,77 €

 

 

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